Das Elsass retten (10/12)

Das Elsass retten (10/12)

Wir waren zurück im grauen Viertel der Stadt. Vor den Häuserreihen türmte sich der Müll zu meterhohen Bergen. Gegenüber eines Lkw-Wracks, das auf dem Bürgersteig rostete, bog Tschiawolo in eine Tiefgarage. Die automatischen Schranken waren längst verschwunden, hier gab es nur Schrott und räderlose Busse, die als Wohnungen dienten. Wir fuhren an einer riesigen Spirale entlang, die sich in die Erde hineinbohrte. Nach dem vierten Untergeschoss wurde mir schlecht und ich hörte auf zu zählen. Es wurde immer dunkler. Als das elende Karussell endlich aufhörte, steuerten wir in eine Einzelgarage. Die Tür schloss sich hinter uns zu. Ich fühlte meinen Puls schneller werden. Wir waren eingesperrt, der Motor lief weiter, unsere Scheinwerfer beleuchteten nur eine staubige Betonwand und der Widerschein hüllte alles andere in fahles Licht. Ein Kettengeklirre wie von einem Flaschenzug übertönte plötzlich das ruhige Brummen des Autos. Vor unseren Augen erhob sich die Mauer, Tschiawolo schob den ersten Gang ein, fuhr einige Meter mit Schrittgeschwindigkeit, hielt an und stellte den Motor ab. Um uns herum standen hagere Menschen in Lumpen. Sie trugen lange, weiße Haare und Bärte, ihre Gesichter waren hellgrau, die Haut wie durchsichtig. Einer von ihnen öffnete die Tür auf meiner Seite, beugte sich leicht vor und sagte mit einer zitternden Stimme: »Seid willkommen, ihr Helden der Vorsehung!«   Wir stiegen alle drei aus. Als wäre er zu Hause, holte Tschiawolo eine Gitarre aus dem Kofferraum, setzte sich im Schneidersitz auf die Motorhaube, und fing an zu spielen. »Kommen Sie, kommen Sie!«, sagte mit einer einladenden Geste derjenige, der mich empfangen hatte. Wir waren in einer riesigen Höhle. Das Licht der Fackeln verlor sich nach... Weiterlesen...
Angela Merkel est responsable du naufrage européen

Angela Merkel est responsable du naufrage européen

par Bernard Wittmann   En décidant unilatéralement d’ouvrir toutes grandes les portes de l’Allemagne aux flots de migrants se pressant aux frontières européennes, Angela Merkel a envoyé un message catastrophique en direction du Moyen-Orient et du Maghreb. Immédiatement, de nouvelles masses humaines, chassées par la guerre, la misère des camps de réfugiés ou le chaos froidement organisé par les Occidentaux dans cette région stratégique, se sont alors mises en marche vers le prétendu eldorado allemand. La Grèce et l’Europe centrale eurent alors à faire face, seuls et démunis, à la déferlante migratoire. Et bientôt, l’Europe tout entière se mit à tanguer jusqu’à menacer tout l’édifice européen d’écroulement. La chancelière porte ainsi l’entière responsabilité de la désintégration de l’espace Schengen à laquelle nous assistons aujourd’hui et probablement de l’Europe : « Danke Mutti Merkel ! ».   Mais il y a plus grave, en prenant seule cette ahurissante décision, sans consulter préalablement ses partenaires européens, elle a fait montre d’une arrogance absolue et d’un intolérable mépris pour ses alliés. En effet, la chancelière ne pouvait ignorer que l’ensemble des pays de l’UE serait impacté par sa décision : les millions d’hommes et de femmes qui allaient se ruer vers l’Allemagne allaient poser, tôt ou tard, d’inévitables problèmes à toute l’Europe qui est un espace de libre circulation. Une telle décision nécessitait donc un consensus préalable des peuples européens en vue de l’élaboration d’une politique globale de maîtrise du flux migratoire, des frontières, mais aussi d’accueil des millions de migrants qui frappent à nos portes.   La chancelière a mis l’Europe en plein désordre Les conséquences des frasques d’Angela Merkel se sont avérées catastrophiques pour l’Europe... Weiterlesen...
Ecole à la française…

Ecole à la française…

Illustration : façade d’une ancienne école (SCHULHAUS) en Alsace A quoi sert l’école ? Quel doit être son but ?   Que penser d’un système scolaire qui dit : « Alsaciens, Mosellans, votre langue n’est pas bonne ! Vous allez la jeter aux orties pour en apprendre une autre, la nôtre !» ?   Et c’est cette même école qui, un siècle plus tard, son crime commis, l’affaire consommée, veut nous apprendre…   la tolérance... Weiterlesen...
Das Elsass retten (9/12)

Das Elsass retten (9/12)

Aus den Ruinen eines mittelalterlichen Schlösschens hatte ein berühmter Architekt eine hochmoderne Villa gezaubert. Der von Granaten aufgerissene, einzig übriggebliebene Turm war mit Glaswänden wiederhergestellt. Links davon das Hauptgebäude. Es bestand aus einem schlichten Erdgeschoss, dessen Flachdach nach neuester Isolationstechnik mit hohen Gräsern bewachsen war, und lehnte sich an einem Rest der Festungsmauer. Ein zehn Meter langer Abschnitt des Wehrgangs, der die Jahrhunderte überdauert hatte, war mit schwarzen Balken restauriert, mit roten Ziegeln überdacht und mit goldnen Ähren geschmückt. Weiter links stand eine aus Sandsteinquadern erbaute Doppelgarage, davor ein riesiges Cabrio, das nach der Beschriftung auf der Heckklappe über einen Zwölfzylindermotor mit Kompressor verfügte. Das Ganze lag mitten in einem hügeligen, saftiggrünen Park, umgeben von einem niedrigen Holzlattenzaun. Auf dem peinlichst gepflegten Rasen stachen Unmengen an tönernen Gartenzwergen heraus, so dass ich mich fragte, wie der Gärtner sich anschickte, da er offensichtlich jeden zweiten Tag mähen musste, um für jede einzelne Figur den richtigen Platz wiederzufinden. Auf einem Schildchen am Eingangstor stand: »Herr und Frau Drache«. Wir klingelten. Frau Drache trat aus ihrem Haus heraus: »Herein die Herren!«, rief sie, kam auf uns zu, öffnete das Gartentürchen und deutete auf dem Hauseingang. Der Chef und ich sahen uns an, ich schluckte. Er ging als erster, ich folgte, aber nur zögernd. Denn auch wenn ihr Äußeres mehr dem der lieblichen Drachen entsprach, mit denen sich Kinder in Freizeitparks fotografieren ließen, als dem eines echten Tyrannosaurus Rex, blieb Frau Drache eine beeindruckende Erscheinung. Was mich aber am meisten erstaunte, war ihre Gewandtheit. Schätzungsweise war sie gute fünfhundert Kilos schwer und doch bewegte sie sich so leicht wie eine Balletttänzerin. Dass eine... Weiterlesen...
Marcel Stürmel à Pfirt/Ferrette en 1936, un discours singulièrement actuel !

Marcel Stürmel à Pfirt/Ferrette en 1936, un discours singulièrement actuel !

(Photo d’illutration : inauguration du monument aux morts de Pfirt 19/7/1936, Marcel Stürmel au centre, portant lunettes rondes et moustache) Voici un document historique intéressant à plus d’un titre. Nous sommes le dimanche 19 juillet 1936, la ville de Pfirt/Ferrette inaugure son monument aux morts de la Guerre de 14 et le député d’Altkirch Marcel Stürmel tient un petit discours reproduit intégralement ci-dessous (vous découvrirez une biographie succinte de Marcel Sturmel en cliquant ici). La date de l’événement nous interpelle : 19 juillet 1936 ! Pfirt honore ses morts de la Guerre mondiale au moment même où la suivante vient pratiquement de commencer. La veille en effet, le général Franco a lancé ses troupes putschistes contre la République espagnole dans le but de renverser le gouvernement de Front populaire. Mais les Alsaciens sont encore loin de se douter de ce que l’avenir leur réserve. En attendant, ils pensent à leurs disparus et écoutent leur député. Son propos est atypique. Voilà un député français qui parle de la guerre passée sans la moindre envolée lyrique, il n’est pas question ici de « héros morts pour la patrie » ou de « gloire éternelle », et pas l’ombre d’un « Vive la France ! » en conclusion ! Stürmel parle sobrement de la douleur des familles, de l’espoir qu’une telle horreur ne se reproduise plus et de son inébranlable foi en Dieu. Mais surtout il honore tous les morts, car nous sommes en Alsace ! Oui, il les honore tous, même ceux qui, il le dit explicitement, sont partis avec enthousiasme défendre leur patrie allemande. Il va même jusqu’à faire remarquer à la France que pour obtenir la paix, il faut savoir... Weiterlesen...
Das Elsass retten (8/12)

Das Elsass retten (8/12)

Ich half Tschiawolo beim Anspannen. Der Chef saß schon auf dem Bock, kaute verträumt an einem Grashalm und fragte: »Ich fröj mich, was unser gemeinsamer Traum am Fluejhafe ze beditte het …« Tschiawolo sah uns beide an. Ich erzählte ihm unser Abenteuer: die gleichzeitige Ohnmacht im Taxi, der parallel verlaufende Traum. Während ich sprach, ließ er mich nicht aus den Augen. Anschließend spannte er den Wagen an, als hätte er plötzlich einen dringenden Termin. Dann setzte er sich neben den Chef und schnappte die Zügel. Ich leerte den Wassereimer auf das Lagerfeuer. Die Glut zischte, Tschiawolo schnalzte mit der Zunge und ab ging die Post! Ich rannte hinterher und sprang auf das Trittbrett. Der Wagen rüttelte. Was nicht niet- und nagelfest war, fiel zu Boden. Ich öffnete die vordere Tür und sah Rosa zum ersten Mal traben. Tschiawolo trieb sie mit langgezogenen »Hüüüs!« an. Ich ließ mich, so gut es ging, auf dem Bock nieder. Wir fuhren auf eine kerzengerade Waldstraße, kein Dorf, keine Menschenseele war in Sicht. »Hüüü! Hüüü!«, er setzte Rosa in Galopp. Der Chef stieß mich mit dem Ellbogen an und deutete auf seine Armbanduhr: Der Minutenzeiger drehte so schnell, dass man ihn nicht wahrnehmen konnte, und der Stundenzeiger lief rückwärts! Die Datumsanzeige ging immer schneller zurück. »Was het des ze be …?«, wollte ich soeben fragen, als ein Ruck mich beinahe aus dem Wagen geschleudert hätte. Der Chef packte mich rechtzeitig am Unterarm und zog mich zurück. Die Straße war jetzt frisch geteert, verlief weiterhin geradeaus und schien nirgendwohin zu führen. Rosas Hufe klapperten in einem rasenden Tempo. Der Wald links und rechts wurde immer... Weiterlesen...
Das Elsass retten (7/12)

Das Elsass retten (7/12)

Im Zeitlupentempo erschien ein Rollator im Türrahmen. Wir sahen die Hände, die sich auf ihn stützten, die Unterarme, die Oberarme. Quälend langsam bewegte sich der Greis, stark gebeugt mit nach vorn ausgestreckten Armen, als würde eine Last ihm das Aufrechtgehen verbieten. Sein Gesicht blieb uns verborgen. Nur eine gebeulte Glatze kam uns entgegen, von schütterem, weißem Haar umrandet, und in die peinliche Stille, die nun eingetreten war, gesellte sich sein schweres Atmen, leise ächzend, zum eintönigen Quietschen der schwarzen Gummiräder. »César Chéri!«, platzte Liesel in die Grabesruhe hinein, »darf ich dir unsere Gäste vorstellen?« Der alte Mann erhob sich leicht und zeigte uns seine Züge. Auf den ersten Blick fiel mir das Bild eines abgestandenen Kohlkopfs ein, wahrscheinlich der Ohren wegen, die sich sehnsüchtig nach den Schultern zu beugen schienen. Die rechte Augenhöhle war mit einem hautfarbenem Pflaster abgedichtet, das linke Auge blickte zur Geliebten wie der Hund zum Herrchen, und die von der Rosazea schwer beschädigte Kartoffelnase leuchtete weinrot vor sich hin. Anzug, Schlips und Einstecktuch mochten noch so perfekt sitzen, der Kavalier sah eher wie Liesels Großvater als wie ihr Bräutigam aus. Der Chef hustete, ich drehte mich mühsam nach ihm um und erschrak. Sein Gesicht war dunkelrot, die Augen quollen ihm aus den Höhlen. Er hielt beide Hände an den Hals und pendelte mit dem Oberkörper hin und her wie ein See-Elefant beim Liebestanz. Er wollte etwas sagen, aber die Worte kamen nicht heraus. Da ich, genauso wie er, nicht in der Lage war, aufzustehen, feuerte ich ihn zum Reden an. Ob es half, weiß ich nicht, doch nach einigem Zurufen platzte es aus ihm heraus... Weiterlesen...
Das Elsass retten (6/12)

Das Elsass retten (6/12)

Wir waren seit drei Tagen unterwegs. Mal saßen wir nebeneinander auf dem Bock, mal liefen der Chef und ich dem Wagen voraus. Nachmittags vertraute Tschiawolo uns die Zügel an, streckte sich auf seiner Koje und ließ sich während der Fahrt in den Schlaf einrütteln. Unsere neue Behausung war bis auf die Räder ganz aus Holz gebaut. Im Handumdrehen hatte Tschiawolo aus ein paar Brettern zwei Pritschen über sein eigenes Bett gezimmert. Sein Bücherregal hatte er dabei über die Eckbank versetzen müssen. Ich nutzte die Gelegenheit, um in den Bänden zu schmökern. Er besaß Luthers Bibel, den Koran, die 1882er-Ausgabe des »Vür ein vrîes Elsâzenlant« von Philander von Langbein und fünf weitere Bücher über Radiästhesie, Sternkunde und Heilkräuter. In unserem neuen Leben gab es keinen Computer, kein Telefon, keinen Kühlschrank und keinen Strom. Ein geräucherter Schinken und etwas Dörrobst waren unsere einzige Reserve. Wir lebten von der Hand in den Mund und von dem, was Menschen und Natur uns schenkten. An unserem Erfolg hatte Rosa, Tschiawolos Stute, keinen geringen Anteil. Sie war ein prächtiges Tier, ein Schwarzwälder Kaltblut, wie ich später erfuhr. Tschiawolo bürstete und striegelte sie täglich, kämmte Mähne und Schweif, wichste Zaumzeug und Geschirr und hielt sie peinlichst sauber, damit Rosa sich ja nicht daran verletze. Sie war auch das einzige Lebewesen, mit dem er sprach. Doch außer den Fuhrkommandos »Hü, jü, hott und brrr« für »vorwärts, links, rechts und halt« verstanden wir keine Silbe des liebevollen Gemurmels, mit dem er sie anredete. In jedem Dorf kamen uns Leute entgegen. Hier war es der Bäcker, der früh morgens vor der Tür seiner Backstube eine Zigarette rauchte und uns... Weiterlesen...

L’alsacien c’est de l’allemand ? (une tentative de mise au point) 4/6

Si vous les avez manqués, voici les liens vers les trois épisodes précédents : Première partie Deuxième partie Troisième partie Et voici la liste des expressions idiomatiques tirées de la pièce « Enfin redde m’r nimm devun » que j’évoque dans cette vidéo. Même sans être germanophone, vous constaterez la proximité des versions alsacienne, présentées en première ligne, et allemande, en seconde ligne. Les expressions en caractères gras sont exprimées dans la vidéo. Les versions allemandes sont toutes tirées du DUDEN Redewendungen : La première expression de cette liste s’écarte légèrement de l’allemand, c’est pourquoi j’ajoute la version du dictionnaire Martin und Lienhart de 1907 :   gemuddelt wie ‘s Käthel im Herbscht (G. Muller) / geputzt (odder üssehn) wie ‘s Käthel im Herbscht (Martin und Lienhart) geputzt herausgeputzt geschmückt wie ein Pfingstochse   d’r Oskar het de Veitsdanz einen Veitstanz aufführen   ‘s isch heechschti Zitt es ist höchste Zeit   so schnell schiesse d’Preisse net so schnell schießen die Preußen nicht   wie er im Buech steht wie er im Buche steht   ungeläjti Eier ungelegte Eier   iemes iwwer de Hüffe schiesse jemanden über den Haufen schießen   ‘s Gras wachse heere das Gras wachsen hören   un wenn’s Katzewäddel räjt (plante prêle) es regnet Katzen und Hunde / es regnet junge Hunde   iemes bringe kenn zehn Ross (zeruck ins Elsass) jemanden bringen keine zehn Pferde (dazu, etwas zu tun)   ihr denke net widdersch ass Ejch d’Nas geht nicht weiter als seine Nase sehen   d’Schissgass nabgehn in die Scheissgasse kommen   d’r Aff lüst eim (mit siewe Doobe) mich laust der Affe   geje de... Weiterlesen...
Das Elsass retten (5/12)

Das Elsass retten (5/12)

Wir saßen um ein Feuer, trugen trockene Kleider und waren satt. Hugo, der die Gruppe anführte und sich unserer angenommen hatte, zupfte leise die Gitarre mit einem zehn Jahre alten Mädchen. Bierflaschen machten die Runde. Eine alte Frau las dem Chef aus der Hand. Was sie ihm sagte konnte ich nicht hören, aber ich wusste was er empfand. Denn sie hatten uns nicht nur wie verlorene Brüder empfangen, nein, sie sprachen Elsässisch. Greise, Erwachsene, Kinder: Alle benutzten ausschließlich den Dialekt, und was für einen! Wem die Sprache unserer Ahnen noch im Ohr klingt, wer die vernichtende Flut der französischen Einsprachigkeit erlebt hat und den heutigen Kauderwelsch aus Mundart und Französisch über sich ergehen lassen muss, der kann unsere Freude mitempfinden: Es war ein Gefühl wie Weihnachten und Ostern. Und so lächelte ich dem Chef zu, als er seine letzte Perle, mattgrau und dick wie eine Murmel, aus der Tasche zog und sie der Alten schenkte. Nun besaßen wir rein gar nichts mehr. Die Musik, das Prasseln der Holzscheite, das Lachen der Menschen: Ich sah in den sternklaren Himmel und es überkam mich ein unbändiges Gefühl der Freiheit, der grenzenlosen Zuversicht. Nichts Schlimmes konnte mehr passieren, man brauchte sich nur des Daseins zu freuen und dankbar zu sein, sei es für ein Schluck Wasser, ein Lächeln oder eine dargebotene Hand. Ich war glücklich wie nie zuvor. Doch nach einer Weile hörte Hugo auf zu spielen und fragte: »Frind, es isch uns e Freid ejch ze hann, awer morje fahre mir widdersch! Was hann ihr vor?« Wir würden uns morgen auch auf den Weg machen, sagte der Chef, um den Elsässern... Weiterlesen...
Idée cadeau !!! Aux sources de l’autonomisme alsacien-mosellan 1871-1945

Idée cadeau !!! Aux sources de l’autonomisme alsacien-mosellan 1871-1945

par Joseph Schmittbiel   Je recommande vivement la lecture de ce livre à toutes les personnes qui s’intéressent à cette période. Tout d’abord parce qu’il est facile à lire. Le premier mérite de Michel Krempper est son style clair et fluide, à aucun moment la lecture n’est interrompue par des imprécisions ou des phrases mal tournées.   La deuxième raison est qu’il représente une somme. Il n’apporte rien de vraiment nouveau mais il fait un bilan et offre un panorama complet non seulement de l’époque traitée mais également de tout ce qui a été écrit sur le sujet.   Aux novices en la matière, je conseille de lire au préalable l’Histoire de l’Alsace de François Waag chez le même éditeur. Il faut d’ailleurs saluer le travail des éditions Yoran, une maison bretonne, qui en quelques publications s’est mise à la pointe de la défense et l’illustration de notre région.     Pour en revenir à Krempper, le fait qu’un nouvel auteur se penche sur notre histoire est un très bon signe, cela signifie qu’elle est bien vivante et qu’elle suscite toujours l’intérêt. Cela permet également de profiter d’un autre point de vue et d’élargir notre vision des choses.   A ce sujet, l’auteur a eu la bonne idée de consacrer une quarantaine de pages à la naissance et au développement du national-socialisme en Allemagne. Cela permet de mieux le distinguer de l’autonomisme alsacien-mosellan qui souffre jusqu’à aujourd’hui d’avoir été assimilé au nazisme après 1945.   La seule critique que j’émets sur cet ouvrage concerne justement l’origine de ce mouvement. Selon moi, Krempper n’insiste pas assez sur la violence inouïe... Weiterlesen...
Un nouveau départ vers l’autonomie de l’Alsace !!!

Un nouveau départ vers l’autonomie de l’Alsace !!!

par Bernard Wittmann Les dés étaient pipés En tant qu’Alsaciens, avons-nous encore un avenir dans ce pays ? Après ces élections régionales la question mérite d’être posée. Les jacobins de Paris veulent notre mort et le système est totalement verrouillé. Quel espoir pouvons-nous avoir dans ce pays qui nous montre si peu de respect et dont le projet quasi obsessionnel est d’en finir avec nos particularités pour nous faire disparaître en tant que peuple. Regardons ces dernières élections régionales. Il apparaît clairement que, pour les autonomistes alsaciens, l’espoir d’envoyer des représentants à l’assemblée de l’ACAL était quasi nul compte tenu du faible poids numérique des Alsaciens dans cette méga-mégalo région grande comme deux fois la Belgique : les dès étaient donc pipés ! Et comment mener campagne pour intéresser les Champenois, les Ardennais et les Lorrains francophones à nos problématiques alsaciennes ? C’est mission impossible : les intérêts des trois régions qui composent l’ACAL sont trop divergents et les points de convergences quasi nuls ! Résultat, la liste régionaliste/autonomiste de Jean-Georges Trouillet n’a obtenu que des scores proches de 1% dans les deux autres régions (à l’exception de la Moselle où elle a totalisé 2,12% des voix). Et les excellents scores réalisés en Alsace, 12,65% dans le Haut-Rhin et 10,07% dans le Bas-Rhin, ne suffirent pas pour rattraper ce retard. Ainsi, le parti Unser Land, devenu le 3e parti d’Alsace, derrière le FN et les partis coalisés de droite LR-UDI-Modem, n’aura-t-il aucun représentant dans l’assemblée de la grande région, son score global sur l’ACAL (4,74%) n’ayant pas dépassé les 5%. Ainsi, 70 000 électeurs alsaciens ne seront tout simplement pas représentés : ils comptent pour des... Weiterlesen...
Votons cohérent !

Votons cohérent !

par Joseph Schmittbiel Je ne peux qu’espérer que la majorité des Alsaciens ait bien compris que Philippe Richert ne défendra pas leurs intérêts, qu’il n’est redevable de rien à ses électeurs, qu’il doit sa carrière et sa place actuelle à son parti, et que ce n’est pas avec lui qu’on verra renaître l’Alsace de ses cendres.   Mais dans la perspective des élections de ce dimanche 6 décembre 2015, j’avoue que je ressens également un certain agacement lorsque je vois des gens brandir le Rot un wiss, affirmer se sentir alsaciens et faire en même temps l’éloge de Madame Le Pen et du FN.   Soyons clairs : qu’un tel ou une telle ait envie de voter FN, grand bien lui fasse ! Ce n’est pas moi qui vais le lui reprocher ! En revanche, on est en droit d’exiger un minimum de réflexion avant de passer à l’acte de voter, non ?   L’Alsace va bientôt disparaître. N’ayant plus d’existence administrative, elle va, en quelques générations, sombrer définitivement dans le folklore et n’être plus qu’un souvenir pour des habitants qui grandiront dans ce nouvel espace qui leur servira de repère : l’ALCA.   Ce processus est la conséquence parfaitement logique du centralisme parisien. La logique jacobine de l’assimilation exige de chacun de nous qu’il ou elle renonce à ce qu’il est pour devenir français. On ne peut pas être français et vouloir élire son parlement local, on ne peut pas être français et vouloir que ses enfants apprennent la langue de leurs ancêtres alsaciens, bretons, mosellans, basques ou occitans à l’école. Le parti qui défend le plus ce nationalisme intransigeant est sans... Weiterlesen...